• Citylights

    Die Schönheit des Banalen – scharf dargestellt wäre diese Kreuzung sehr langweilig. So aber versucht man das Auge irgendwo festzumachen und entdeckt – nichts.

    Angeregt durch einen Artikel in einer Zeitschrift zu digitaler Fotografie habe ich versucht, das Banale, Alltägliche einmal schön darzustellen – schön heißt hier einfach bunt. Die Szene ist so banal, das sich genaues Hinsehen gar nicht lohnen würde – es sei denn, man möchte die Straße überqueren. So aber sucht das Auge einen Anker und findet keinen, ausser vielleicht die Linien, die sich ergeben, wenn man der Strasse oder den Lichterketten folgt.

    „Citylights“ ISO 8000 | 50mm | f/5,6 | 1/50Sek. (Minolta 24-85 / f3.5-5.6 an Sony ILCE-7s)

  • Alter Wandrahm

    Dies ist ein HDR-Foto – also das Ergebnis der Überlagerung verschieden belichteter Fotos.  Ziel ist dabei, dass sehr helle und auch sehr dunkle Bereiche des Fotos  Zeichnung aufweisen, also nicht einfach nur Schwarz oder Weiß zeigen. Die Aufnahmen macht man normalerweise mit einem Stativ. Ich möchte aber ehrlich gesagt nie wieder mit einem Stativ bewaffnet eine solche Foto-Tour machen. Das ist nervig. Wer  Straßen-Fotografie im Dunkeln betreiben will, braucht definitiv anderes Equipment. Ich denke ernsthaft darüber nach, meinen Traum zu verwirklichen und mir eine Kamera zuzulegen, die mit wenig Licht besser zurechtkommt.

    Es war Hamburger „Schietwedder“ – der Nieselregen sorgte für verminderten Kontrast. Der glänzende Bürgersteig hat allerdings auch etwas für sich. Die Straßen-Beleuchtung spiegelt sich, wie ich finde, reizvoll in den feuchten Pflastersteinen. Daher zeige ich das Foto hier auch – es wurde an diesem Abend nichts so fotografiert, wie ich es wollte. Dafür hatte ich jetzt ein schönes ‚Schietwedder‘-Foto.

    P.S.: Inzwischen habe ich die LowLight-Queen unter den Kameras erworben und werde dieses Foto einmal freihand versuchen. Das Ergebnis zeige ich dann demnächst hier.

    „Alter Wandrahm“ 2,5s bei f / 6.3, ISO 800 (Canon EF-S 18-55/f3.5-5.6 IS II an Canon 70D)

  • Wandrahmsfleetbrücke

    Die Hamburger Speicherstadt ist zwar als Motiv etwas abgegriffen, aber trotzdem immer wieder schön. Hinfahren, Standort suchen und das Stativ aufstellen. Viele Darstellungen im Internet hellen die Szene künstlich auf. Ich empfand es gar nicht so hell. Daher habe ich bei der Bearbeitung zum HDR-Foto bewusst die Belichtung etwas zurückgenommen. Ich verwende das RAW-Format, da ist das einfacher, als wenn man gleich in JPEG arbeitet.

    Hier fehlt etwas Weitwinkel. Die Spitze des Wasserschlosses und den Rest des Brückenbogens hätte ich schon gerne noch mit auf dem Foto gehabt. Also nehme ich mir vor, das nächste mal mit dem 14mm / 2.8 herzukommen und die Aktion noch einmal durchzuführen.

    Was mir später auffiel war die Spiegelung des roten Werbebanners auf dem Hochhaus.  Es spiegelt sich mit eben dieser Farbe an der Mauer des Speichers, auf der Wasserfläche vor der Brücke und an dem Fahrzeug, das links unten noch mit auf dem Foto gelandet ist. Da gibt es etwas zu entdecken. Auch nach mehrfachem Hinsehen. Das macht für mich einen ganz eigenen Reiz aus.

    „Wandrahmsfleetbrücke“ 1,6 Sek. bei f/4.5, ISO 800, 18mm (EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 an Canon EOS 70D)

     

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